evelyn glennie

Photo: James Wilson/EG Images
Evelyn Glennie (* 19. Juli 1965 in Aberdeenshire, Schottland) ist eine britische Schlagzeugerin und Komponistin. Sie ist eine weltweit bekanntete Interpretin zeitgenössischer Musik.
Evelyn Glennie wuchs auf dem Bauernhof ihrer Eltern in Aberdeenshire auf und fing mit zwölf Jahren an, Pauke, Trommeln und Xylophon zu spielen. Aufgrund einer Nervenkrankheit verschlechterte sich zur gleichen Zeit ihr Hörvermögen so stark, dass sie einige Jahre später nur noch ein Hörvermögen von 20% hatte. Töne und Musik nimmt sie seither hauptsächlich über Vibrationen wahr. Sie studierte an der Royal Academy of Music in London Klavier und Schlagzeug.
Konzertreisen führen sie nach Japan, Europa und häufig in die USA. Sie tritt mit den großen Orchestern der Welt und mit den wichtigsten Ensembles für zeitgenössische Musik auf und gibt zahlreiche Solokonzerte, darunter mehrfach bei den populären London Proms. Neben über 100 Konzerten im Jahr hält sie Meisterklassen ab und tritt in Schulen auf. Glennie gab bei Komponisten über 50 Konzerte, 18 Konzertstücke, 56 Solowerke und 2 Ensemblewerke in Auftrag, mit denen sie ihr Repertoire ständig erweitert.
Für Crossover-Projekte arbeitete sie mit Musikern verschiedenster Stilrichtungen aus aller Welt zusammen, u. a. mit brasilianischen Sambamusikern, japanischen Kodo-Trommlern, indonesischen Gamelan-Ensembles und der isländischen Sängerin Björk. Glennie selbst spielt auch die Great Highland Bagpipes ihrer schottischen Heimat.
In ihrem Tonstudio nördlich von London experimentiert sie mit ungewöhnlichen Musikinstrumenten und der Eignung von Gebrauchsgegenständen als Perkussionsinstrument. Sie besitzt über 1.800 Perkussionsinstrumente (Zitat: „Jede Trommel hat ihre eigene Persönlichkeit“).
Ihre Autobiografie Good Vibrations (1990) wurde zu einem Bestseller. Auch in der TV-Dokumentation Touch the Sound (Regie: Thomas Riedelsheimer) von 2004 stellte sie sich und ihre Musik vor. Für zahlreiche Fernsehproduktionen der BBC komponierte sie Filmmusik.
Für die Einspielung der „Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug“ von Béla Bartók gewann sie 1988 einen Grammy. 2002 gewann Bela Flecks Album Perpetual Motion, auf dem sie mitwirkte, ebenfalls einen Grammy.
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