a noeud couland

Louis-Ferdinand Céline (* 27. Mai 1894 in Courbevoie (Seine); †1. Juli 1961 in Meudon; eigentlich Louis-Ferdinand Destouches) war ein französischer Schriftsteller und Arzt.
Céline war der Sohn armer Eltern. Als Freiwilliger nahm er am Ersten Weltkrieg teil und wurde schwer verwundet. Nach der Rückkehr aus dem Krieg nahm er sein Medizinstudium wieder auf, erwarb den Doktortitel und arbeitete als Armenarzt an verschiedenen Kliniken. Von 1921 bis 1927 bereiste er im Auftrag des Völkerbundes Afrika und Amerika. Ab 1927 arbeitete er als Arzt in leitender Stellung an der Staatsklinik in Clichy (Paris). 1932 erschien sein erster Roman ‘Reise ans Ende der Nacht‘, der ihn bekannt machte. 1936 folgte sein zweiter Roman ‘Tod auf Kredit’.

Zunächst war er dem Kommunismus zugeneigt, nach einer Reise in die UdSSR änderte sich seine politische Ausrichtung jedoch drastisch. In Mea Culpa rechnete er 1937 mit seinen kommunistischen Idealen ab. 1938 machte er durch die Veröffentlichung militant antisemitischer Hetzschriften auf sich aufmerksam (u.a. ‘Bagatelles pour un Massacre‘) und geriet in die Nähe der Faschisten. Während der deutschen Besetzung Frankreichs schrieb er für die Kollaborationspresse und musste deshalb 1944 der Vichy-Regierung nach Sigmaringen folgen. Später floh er nach Dänemark und wurde kurz darauf in Frankreich zu einem Jahr Gefängnis und der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.
Dänemark lieferte ihn jedoch nicht aus. Nach einer Amnestie kehrte er 1952 nach Frankreich zurück und arbeitete wieder als Armenarzt. Der Verlag Gallimard nahm ihn wieder als Schriftsteller unter Vertrag. Zunächst wurde er aber von der literarischen Welt weitgehend ignoriert, bis 1957 ‘Von einem Schloss‘ zum anderen erschien. Es folgten ‘Nord‘ (1960) und ‘posthum Rigodon‘ (1969), Romane über seine Zeit im Exil. Auf Wunsch seiner Witwe werden seine antisemitischen Schriften nicht mehr neu aufgelegt. Sein bekanntestes Werk ist sein Roman ‘Voyage au bout de la nuit’ von 1932. ‘Die Reise ans Ende der Nacht‘ ist eine kompromisslose Darstellung der bitteren Erfahrung von Krieg, Kolonialismus und Armut. Die „Reise“ zeichnete sich durch ihren innovativen Erzählstil aus, der Elemente des Argot aufnahm und mit Unmittelbarkeit und Drastik schockierte. Der Roman wurde in Frankreich sofort intensiv rezipiert und hatte Einfluss auf den frühen Existenzialismus.


In seinen späteren Werken perfektionierte Céline seinen Stil, der ihm eine Sonderstellung innerhalb der französischen Prosa des 20. Jahrhundert einbrachte und Einfluss auf Schriftsteller wie Philip Roth hatte.
Bekannter Verehrer Célines ist der amerikanische Autor Charles Bukowski, der ihn auch als Figur in seinem Roman ‘Ausgeträumt‘ auftreten lässt. source




















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