Archive: März, 2007

code carnival

Montag, März 19th, 2007

patagenerators.jpg

Norbert Stein gehört zu den happy few im Deutschen Jazz, die - künstlerisch! - ausgesorgt haben: er nennt ein klingend erkennbares Konzept sein eigen. Ob man diese Patamusik genannte Stilistik aus der Pataphysik des Alfred Jary herleitet (wie Stein es nicht ohne Augenzwinkern beliebt) oder sonst wo her - es ist wurscht. Ein Begriff für eine tönend bewegte Sache ist und bleibt ein Kunstprodukt, eine pure Analogie-Brücke, die man nicht (musik)logisch bauen kann.

Dem Duktus der Patamusik würde beispielsweise ein Etikett, das ihre Eigenarten wie Hymnen-Melodik oder narrative Melodik ausspräche, viel besser gerecht werden. Aber es wirkte umständlicher, Patamusik hingegen ist schlicht und deshalb unschlagbar.

Das gilt - und jetzt kommt der zweite grosse Bonus zum Vorschein - auch für die klingenden Resultate. Ob Patamusik im Trio antritt, wie hier im Oktett oder in Big Band-Stärke - man erkennt sie sofort. Sie verliert nie ihre Identität, Patamusik ist formatunabhängig. (Ich setzte noch eins drauf: Norbert Stein hat vor ein paar Jahren die jazzigste Patamusik in Quartettbesetzung auf eine Provinzbühne gebracht - ein Projekt, das noch seiner Studio-Reproduktion harrt.)

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 Monks ( saxsolo ) [1:49m]: Play Now | Play in Popup
 Monks ( theme ) [1:13m]: Play Now | Play in Popup
 Bersten in Rot ( bursting in red ) [1:23m]: Play Now | Play in Popup
 Ballade von/of Zounds ! und/and Pox ! [1:09m]: Play Now | Play in Popup
 Raga vom einfachen Leben ( raga of an ordinary life ) [1:24m]: Play Now | Play in Popup

pata java

Montag, März 19th, 2007

patamasters.jpg

Die CD PATA JAVA hält den erstaunlichen Prozess der Zusammenarbeit zwischen den Pata Masters aus Köln unter Leitung von Norbert Stein und den Gamelan-Musikern der Gruppe Kua Etnika aus Yogyakarta unter Leitung von Djaduk Ferianto im Ergebnis fest. PATA JAVA ist das geglückte Experiment einer Begegnung unterschiedlicher Musikerpersönlichkeiten, Musikformen und Klangwelten. In ihrer Begegnung haben die Pata Masters und Kua Etnika auf gleicher Augenhöhe über bloßen Austausch und synthetisierende Formen hinweg zu innovativen Kompositionen gefunden, in denen zwei Musiksprachen aufeinander eingehen, miteinander spielen, manchmal die Seiten wechseln und doch immer wieder zu sich finden. Direkter, intensiver und ehrlicher kann eine kulturelle Begegnung kaum sein.

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 sing a pure song ( theme ) [0:59m]: Play Now | Play in Popup
 Sing a pure song ( gamelan ) [0:48m]: Play Now | Play in Popup
 Jiwa ( intro ) [0:46m]: Play Now | Play in Popup
 Jiwa ( flute soloing ) [0:59m]: Play Now | Play in Popup
 Speak yomm ( saxophone soling & vocals ) [1:10m]: Play Now | Play in Popup
 Sound Theartre of Tukang Pijat [1:06m]: Play Now | Play in Popup

graffiti suite

Montag, März 19th, 2007

layersofsound.jpgGraffiti Suite - Norbert Stein Pata Music, played by NDR Bigband. Was von Norbert Stein in Auszügen schon in vielen internationalen Begegnungen, unter anderem mit Musikern in Brasilien und einem Gamelanorchester in Indonesien, erfolgreich angewandt wurde, präsentiert sich hier in reiner Form: Die grafische Pata-Komposition für improvisierendes Orchester.

Hier entsteht Musik mittels einer Kompositionstechnik, die während langjähriger Erfahrungen mit improvisierenden Ensembles von Norbert Stein entwickelt wurde: kunstvolle grafische Zeichen generieren orchestrale Ereignisse und steuern komplexe musikalischen Abläufe.

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 pataeng [1:06m]: Play Now | Play in Popup
 birds [0:57m]: Play Now | Play in Popup
 houses [1:25m]: Play Now | Play in Popup
 spots [0:59m]: Play Now | Play in Popup
 ubu [1:12m]: Play Now | Play in Popup

peter gannushkin

Dienstag, März 6th, 2007

einheitsfrontlied | united front song

Sonntag, März 4th, 2007

einheits.jpg

1. As man is only human, He must eat before he can think. Fine words are only empty air And not his meat and drink.

1. Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zum Essen, bitte sehr. Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Essen her.

Chorus: Then, Left! Right! Left! Then, Left! Right! Left! There’s a place, Comrade for you, March with us in the workers’ united front; For you are a worker too.

Chorus: Drum links, zwei, drei ! Drum links, zwei, drei ! Wo dein Platz Genosse ist ! Reih’ dich ein in die Arbeiter-Einheitsfront, weil du auch ein Arbeiter bist !

2. As man is only human, He’d rather not have boots in face. He wants no slaves at his beck and call, Nor life by a master’s grace.

2. Und weil der Mensch auch ein Mensch ist, drum hat er Stiefel im Gesicht nicht gern, Er will unter sich keinen Sklaven sehn und über sich keinen Herrn.

Chorus: Then, Left! Right! Left! Then, Left! Right! Left! There’s a place, Comrade for you, March with us in the workers’ united front; For you are a worker too.

Chorus: Drum links, zwei, drei ! Drum links, zwei, drei ! Wo dein Platz Genosse ist ! Reih’ dich ein in die Arbeiter-Einheitsfront, weil du auch ein Arbeiter bist !

3. And since a worker’s a worker, No class can free him but his own; “The emancipation of the working- class Is the task of the workers alone”.

3. Und weil der Prolet ein Prolet ist, drum wird ihn kein anderer befrein; Es kann die Befreiung der Arbeiter nur das Werk der Arbeiter sein!

Chorus: Then, Left! Right! Left! Then, Left! Right! Left! There’s a place, Comrade for you, March with us in the workers’ united front; For you are a worker too.

Chorus: Drum links, zwei, drei ! Drum links, zwei, drei ! Wo dein Platz Genosse ist ! Reih’ dich ein in die Arbeiter-Einheitsfront, weil du auch ein Arbeiter bist !

Text (dt.): Bertolt Brecht | Musik: Hanns Eisler

fmps3.jpgPeter Brötzmann / bass saxophone, Fred Van Hove / piano, Han Bennink / drums

Recorded by Dietram Köster on February 25th,1973 in Bremen. Supervision by Peter Schulze. Produced by Jost Gebers. SIDE A: Einheitsfrontlied-Part 1 (4:23) | SIDE B: Einheitsfrontlied-Part 2 (4:03). Composed by Hanns Eisler. Cover: Design by Peter Brötzmann

 einheitsfrontlied part. 1 [4:31m]: Play Now | Play in Popup
 einheitsfrontlied part. 2 [3:54m]: Play Now | Play in Popup
 Ernst Busch sings the Einheitsfrontlied [3:02m]: Play Now | Play in Popup

fette biester

Sonntag, März 4th, 2007

last_home.jpglast_home.jpg

Recorded 1990 in NYC

 fette biester [5:58m]: Play Now | Play in Popup

eine reise durch zeiten und räume

Donnerstag, März 1st, 2007

stein1.jpg

Bei Norbert Stein ist alles “Pata” - Musik, Partituren, Label, Formationen.

“Es muß”, sagt Norbert Stein “einen Fluß geben.” Das ist ein Grundsatz gleichermaßen fürs Leben wie für die Musik, die er schreibt; daß beides eng zusammenhängt, ist ohnehin eher ein Gemeinplatz als eine Weisheit. Auf die Musik bezogen, bedeutet die Fluß-Metapher: Sie soll in Bewegung sein, aber nicht in Hektik, sondern mit Stetigkeit, auch bei wechselnden Tempi; sie muß sich nicht in idyllischen Landschaften aufhalten, soll aber beim Hörer die emotionale Bereitschaft erzeugen, sich mitnehmen zu lassen; sie soll eine Ruhe ausstrahlen, die nicht einlullend wirkt, und sie soll schon garnicht beim Hörer die Selbstwahrnehmung suspendieren. Sie soll stilistische Grenzen haben, die nicht ein für allemal feststehen, sondern offen und diffus genug für Veränderungen und neue Einflüsse sind.

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 Lucy und der Ball [3:26m]: Play Now | Play in Popup
 Die wilden Pferde der armen Leute [3:32m]: Play Now | Play in Popup