Archive: 'kritiken'

jan garbarek | in praise of dreams

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Jan Garbarek - In Praise of Dreams
© 2004 ECM

Jan Garbarek / tenor and soprano sxophones, synthesizers, samplers, percussion, Kim Kashkashian / viola, Manu Katché / drums, electronic percussion

Sphärische Dialoge – entrücktes Schweben

Er gehört zu den Flaggschiffen der stolzen Flotte des Münchner Labels ECM, dessen unverwechselbares Gesicht er seit seinem Debüt 1970 mit „Afric Pepperbird“ mit seiner traumhaft sphärischen, in der Ewigkeit verhallenden entrückten Musik mit geprägt hat. Der Norweger Jan Garbarek ist einer dieser ganz seltenen Sonderfälle, die wie ein Stern aufgehen, um dann den Platz am oberen Rand der Skala nicht wieder aufzugeben.

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peter kowald | alberto braida | giancarlo locatelli | aria

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Peter Kowald / Alberto Braida / Giancarlo Locatelli - Aria
© 2004 free elephant

Peter Kowald / bass, Alberto Braida / piano, Giancarlo Locatelli / clarinet

In memoriam Peter Kowald / seine letzte Studio-Session

Nur sechs Tage vor seinem plötzlichen und bestürzenden Tod in New York ging Peter Kowald, Pionier des Free Jazz und experimenteller Weltmusiker am Kontrabass am 15. September 2002 in Mailand mit zwei italienischen Kollegen ins Studio. Die damals eingespielte Session improvisierter Musik mit den beiden Vertretern italienischer Neuer Musik Alberto Braida (Piano) und Giancarlo Locatelli (Klarinette) blieb bislang in den Archiven. Jetzt konnte das junge Label „free elephant“, das sich Kowalds Vermächtnis und der improvisierten Musik verschrieben hat (siehe den Artikel in unserem Feuilleton von Februar 2004) mit Hilfe der Kunststiftung NRW produzieren und veröffentlichen.

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aki takase | plays „fats“ waller

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Aki Takase plays “Fats” Waller
© + (P) 2004 enja

Aki Takase / piano, toypiano, arr., Eugene Chadbourne / vocal, banjo, guitar, Nils Wogram / trombone, Rudi Mahall / bassclarinet, Thomas Heberer / trumpet, Paul Lovens / drums.

In die Takase-Falle gegangen.

Aki Takase verblüfft immer wieder. Weil sie offenbar nichts auslässt und alles kann. Jetzt hat sie sich gemeinsam mit einer Handvoll musikalischer Komplizen, einer eingeschworenen Bande schwer bewaffneter Desperados und Spaßvögel Thomas „Fats“ Waller, den König des Stride Pianos vorgenommen und zerlegt ihn gründlich, nachhaltig und witzig.

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markus stockhausen | in deiner nähe | close to you

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Markus Stockhausen - In Deiner Nähe/ Close to You
© Aktivraum

Markus Stockhausen / piccolo trumpet,trumpet, flugelhorn, Fabrizio Ottaviucci / piano, Dhafer Youssef / vocal, du, Enrique Diaz / bass, flute, vocal, Noirin Ni Riain / vocal, Manos Tsangaris / percussion

Stille Gebete. Die Motivation und Inspiration, die er aus seinem Glauben und der Nähe zu Gott zieht, leitet den Trompeter Markus Stockhausen bei den St. Maternus-Konzerten, mit denen er seit 2000 allmonatlich in der sich akustisch hervorragend präsentierenden Kirche im Kölner Süden intuitive Musik zelebriert. Eine Auswahl dieser live mitgeschnittenen Konzertreihe, zu denen Stockhausen auch Duo-Gäste einlädt, liegt mit der CD „In Deiner Nähe – Close to You“ jetzt vor.

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kenny wheeler | john taylor | where do we go from here ?

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Kenny Wheeler / John Taylor - Where Do We Go From Here ?
(P) + © 2004 CamJazz

Kenny Wheeler / trumpet, flugelhorn, John Taylor / piano

Abgeklärt, sanft und virtuos.

Der kanadische Trompeter Kenny Wheeler (*1930) und der britische Pianist John Taylor (*1942) haben so viel vom Leben und der Welt gesehen, dass ihnen die Frage nach dem Wohin zusteht. „Where Do We Go From Here?“ heißt ihr brandneues Album, wie verschiedene erfolgreiche Vorgänger wieder in Italien aufgenommen. Seit den späten 1960er Jahren haben sie immer wieder in wechselnden Ensembles oder im Duo zusammengefunden, haben jeder für sich und gemeinsam Rang erworben und die Erneuerung des Jazz in hohem Maß mit beeinflusst. 1977 gründeten sie mit der Sängerin Norma Winstone in England das Trio „Azimuth“ (nicht zu verwechseln mit der Brazilian Jazz Formation Azymuth), das bis heute zu den Top-Formationen zählt.

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rue de paris | quiet motion

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Rue Protzer / Rue de Paris
© + (P) 2006 Sony BMG Music Entertainment

Rue Protzer / guitars, Thomas Rueckert / piano, John Goldsby / bass, Adam Nussbaum / drums, Special guest: Ack van Royen / flugelhorn

…and very tender steps

Ăśber dieses ganz wundervolle Debut-Album des Stuttgarter Gitarristen Rue Protzer möchte ich eigentlich kaum mehr, dafĂĽr aber umso eindringlicher sagen: Bitte, liebe Jazzfreunde, nehmen sie sich eine knappe Stunde Zeit, lehnen sie sich zurĂĽck, lassen sie sich von den zauberhaften Klängen davontragen, vergessen sie Ă„rger, den ganzen Mist des Tages, und werden sie auf den FlĂĽgeln dieser herrlichen WohlfĂĽhlmusik ein besserer Mensch. Wer sich der sanften VerfĂĽhrung, der leisen Faszination des Albums “Quiet Motion” entziehen kann, hat ein echtes Problem.

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ralph towner | time line

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Ralph Towner / Time Line
© + (P) 2006 ECM

Ralph Towner / guitars

Entspanntes Eintauchen

Sie möchten endlich einmal wieder zu sich selbst kommen, in Ruhe gelassen werden und entspannt eintauchen in ihre Gedanken? Es gibt eine neue CD von Ralph Towner, die ihnen dazu die Basis, den idealen musikalischen Hintergrund gibt: “Time Line”. Das neue Solo-Album dieses Gitarrenvirtuosen, natĂĽrlich wieder bei ECM, dem Label, das seit 1972 sein Werk betreut, ist der pure Balsam fĂĽr Ohr und GemĂĽt. Fast widerstrebt es dem Rezensenten, während des Anhörens in die Tastatur zu greifen, lieber wĂĽrde er sich der Kontemplation ergeben, die mit der Musik Towners (zwei StĂĽcke, “Come Rain Or Come Shine” und “My Man´s Gone Now” hat er von Arlen und Gershwin ĂĽbernommen) einher kommt.

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charlie mariano | when the sun comes out

Dienstag, Dezember 19th, 2006

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Charlie Mariano / When The Sun Comes Out
© + (P) 2005 Skip Records

Charlie Mariano / alto sax, Ulf Kleiner / piano, keyboards, Bruno MĂĽller / guitars, Flo Dauner / drums, Roland Peil / percussion, Christian von Klaphengst / Fender bass, Access Indigo II synthesizer

So locker und beschwingt hat man den Altmeister lange nicht gehört: “When The Sun Comes Out”, das aktuelle in Deutschland produzierte Album von Charlie Mariano ist durch und durch erfrischend. Entspannt und in bester Gesellschaft präsentiert er neben drei paĂźgenau eingefĂĽgten eigenen StĂĽcken sechs Evergreens von u.a. John Coltrane, Harold Arlen und Charles Chaplin. Produzent und Arrangeur Christian von Klaphengst steuert am Fender Bass Groove bei, Gitarrist Bruno MĂĽller und Pianist Ulf Kleiner können´s funky und elektrisch und Flo Dauner am Schlagzeug sorgt mit dem Perkussionisten Roland Peil fĂĽr den angemessen relaxten Rhythmus.

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